Gemeinde Arrach

Landkreis Cham

 
 

Geschichte und Geographie


Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ottenzell 1289, Haibühl 1293 und Arrach selbst im Jahre 1383. Seit dem 13. Jahrhundert war das Kloster Rott am Inn in diesem Gebiet begütert. Um 1600 erfolgte eine Neubesiedlung des Arracher Gebietes. Bis ins 17. Jahrhundert dauerte der grundherrschaftliche Einfluß des Klosters Rott am Inn.

Jeder der Ortsteile hat sein unverwechselbares Erscheinungsbild, seine Tradition und Eigenständigkeit, seinen Reiz und seinen individuellen Charakter. Über viele Jahrhunderte waren Landwirtschaft, Forstwirtschaft und zugehöriges Handwerk die Grundlage für den Lebensunterhalt der Dorfbewohner. Neugestaltete Dorfplätze sowohl in Arrach als auch in Haibühl und Ottenzell prägen nun die Dorfmitte.
Die Gemeinde Arrach hat sich zu einer lebens- und liebenswerten, touriststarken Gemeinde entwickelt, die ständig daran arbeitet, Tradition und Moderne zu verbinden. Heute ist Arrach eine aufstrebende, selbstbewusste und fortschrittliche Gemeinde mit allen wichtigen Grundversorgungs-Einrichtungen.

Die Ausweitung einer neuzeitlichen Wasserversorgung, die Mitgliedschaft im Abwasserzweckverband Lamer Winkel waren Grundlagen für die Ausweisung neuer kostengünstiger Baugebiete für die heimische Bevölkerung. Waren es 1978 (Gemeindegebietsreform) noch 2.070 Einwohner sind es nun im Jahr 2016 rund 2.500 Einwohner.
Die wohnungsnahe Versorgung mit Geschäften für den täglichen Einkauf, die Sicherung handwerklicher und gewerblicher Unternehmen mit ihren Arbeitsplätzen im Dorf, die ärztliche Versorgung sowie die Erhaltung von Schulen (komplett neu sanierte Grundschule) und Kindergärten (2-gruppiger Regelkindergarten mit Kinderkrippe u. 1-gruppiger Waldkindergarten) waren vorrangige Ziele.

Mit der forcierten Dorfentwicklung einher entwickelte sich der Fremdenverkehr. Er ist ein sehr wichtiger Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Waren es im Jahr 1978 (Gemeindegebietsreform) noch 54.000 Übernachtungen konnten 2010 insgesamt schon fast 200.000 Übernachtungen verbucht werden.


Für die einheimische Bevölkerung und den Feriengästen steht ein reichhaltiges Freizeitangebot das ganze Jahr über zur Verfügung: Rund 95 km Wanderwege mit einem Teilstück des Europäischen Fernwanderweges faszinieren die Naturliebhaber.
Im Winter bietet sich das Skigebiet „Eck-Riedlstein“ mit allen Möglichkeiten für Alpin- oder Langlauf-Fans an. 3 Abfahrten (alle Schwierigkeitsgrade), der Snowboard-Fun-Park, die Flutlichtanlage, sowie die neue „Auerhahn-Höhenloipe“ mit einer Länge von 30 km, und 2 weitere Loipen mit einer Länge von 15 km stehen zur Verfügung. Skischule und Skiverleih sind selbstverständlich am Ort. Und das Beste: der Skibus zum Eck steht allen Einheimischen und Feriengästen kostenlos zur Verfügung. Seit 01. Januar 2012 ist dieses Projekt sogar noch ausgebaut - es können alle Feriengäste der Gemeinde Arrach und weiterer, am Projekt teilnehmender Gemeinden, mit ihrer Gästekarte den öffentlichen Nahverkehr im gesamten Landkreis Cham rund um die Uhr kostenlos nutzen.

Die 1999 eingeweihte Freizeitanlage „Seepark“ mit ihren Einrichtungen Naturbadesee, Piratenziehflösse, Wasserfontäne, verankerte Badeinsel, Sandvolleyballplatz, Abenteuerspielplatz für Kinder, Glasperlenbecken für Kleinkinder, Kiosk, Spazierwege und Freizeitsportgelände mit Rasenspielfeld, 400-m-Tartanbahn, Tennenspielfeld und Tartan-Allwetterplatz, erwartet die Besucher. Auch in diesem Jahr wurde das Kultur-Programm „Bunter Sommer im Seepark“ aufgelegt. Eine tolle Ergänzung zu den zahlreich gemeldeten Veranstaltungen der Ortsvereine.

Der neu angelegte Klima-Terrain-Rundwanderweg, welcher die "Natur-Art-Parks-Arrach" - den Seepark, Moorpark und den Engergiepark auf Gut Kless miteinander verbindet ist eine weitere Sehenswürdigkeit des "jungen" Luftkurortes Arrach und wird von Einheimischen und Feriengästen überaus gut angenommen. Dazu erfolgte im August 2011 die Einweihnung der mittlerweile fertiggestellen "Natur-Art-Parks Arrach". Im Rahmen eines eintägigen Festes mit Führungen, Präsentationen und Attraktionen für Jung und Alt wurde ein großartiges Projekt, ausgearbeitet vom ehem. geschäftsleitenden Beamten der Gemeinde, VOAR Franz Zisler und in ständiger Zusammenarbeit mit Bürgermeister Schmid und unserem emsigen Tourist-Chef Frisch Stephan zu einem touristischen Leckerbissen ausgebaut, offiziell der Öffentlichkeit übergeben.


Das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde wird durch die äußerst rege Tätigkeit der ungefähr 40 Ortsvereine mit ihren zahlreichen Sparten, die zum großen Teil auf ein langes Bestehen und auf eine große Tradition zurückblicken können, entscheidend geprägt und ständig bereichert. Sie bieten für alle Bevölkerungsgruppen eine breite Palette von Mitwirkungs- und Betätigungsmöglichkeiten in Tradition, Kultur, Sozialem und Sport an. Durch ihre lobenswerte Arbeit leisten die Vereine, Verbände und Vereinigungen nicht nur einen ständigen Beitrag für eine intakte Dorfgemeinschaft , sie unterstützen darüber hinaus durch ihre Arbeit im Jugendbereich die Gemeinde enorm.




Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt im Bayerischen Wald, im Oberpfälzer Landkreis Cham, im Tal des Weißen Regens im Lamer Winkel und ist von den Bergzügen des Ossers, des Arbers, des Riedelsteins, des Kaitersberges und des Hohen Bogens umgeben.

Auf einer Höhe von 490-843m. ü NN gelegen, dehnt sie sich über ca. 28,8 km² aus.


Gemeindegliederung

Insgesamt hat Arrach 13 Ortsteile:
Arrach - Auhof - Drittenzell - Eck - Eckelshof - Eschlsaign - Großmühle - Haibühl - Kleß - Kummersdorf - Ottenzell - Ottmannszell - Stadlern


Nachbargemeinden

Lam
Hohenwarth
Neukirchen b. Hl. Blut
Arnbruck

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 14 Mitglieder:

  - CSU-UWG / PWG "EINIGKEIT" / FB    9 Sitze
  - SPD-FWG                                               5 Sitze  
   
Bürgermeister ist Sepp Schmid


Wappen

Das Wappen ist "gespalten von Silber und Rot; über gesenktem, von Blau und Gold gespaltenem Wellenbalken, vorne ein links gewendeter, golden gezungter roter Drachenrumpf, hinten die silberne Krümme eines Abtstabs." 





Wappengeschichte

Die Spaltung des Wappens unterstreicht, dass die Gemeinde Arrach aus den bis 1978 selbstständigen Gemeinden Arrach und Haibühl zusammengesetzt ist. Der Wellenbalken im Schildfuß verweist auf die Lage der Gemeinde im Tal des Weißen Regens und ist zugleich redendes Bild für den Ortsnamen (-ach von -althochdeutsch aha, also Wasserlauf, Fluss). Der rote Drache vorn steht für die im 11. Jahrhundert errichtete Markgrafschaft Cham und die Diepoldinger, denen dieses Wappenbild zugeschrieben wird. Der Abtstab erinnert an das Kloster Rott am Inn, das seit dem 14. Jahrhundert das kirchliche Leben prägte und bis ins 17. Jahrhundert wichtigster Grundherr in der Gemeinde war. Die Farben Blau und Gold sind dem Familienwappen der Nothafft entnommen, die seit 1741 Inhaber der Hofmark Lichteneck und für kurze Zeit Ende des 15. Jahrhunderts auch Inhaber der Hofmark Hohenwarth waren. Beide Hofmarken waren für die Gemeindegeschichte wichtig; die Nothafft stehen hier stellvertretend für viele weitere adelige Hofmarksherren.


Einwohnerzahl

Zum 31. Dez. 2015 hatte die Gemeinde 2.480 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 86 Einwohnern/km² entspricht.