Gemeinde Arrach

Landkreis Cham

 
 

Aktuelles aus dem Rathaus



Kolmsteiner Kreuzweg erhält weitere neue Kreuzwegstation                                    

Familie Stumreiter war Pate für die zweite neu renovierte Kreuzwegstation


Härtester Bayerwald-Granit, aus einem Stück gearbeitet, ist die Grundlage für die neuen Kreuzwegstationen, die von der Haibühl-Ottenzeller Seite her zum Kolmstein führen. Die bisherigen Säulen aus Kunststein (1971 von der Familie Altmann aus Stadlern errichtet) konnten dem Lauf der Zeit nicht standhalten. Strenge Witterungseinflüsse haben den Stein gesprengt, Wasser ist eingetreten und hat den Stein beschädigt und porös gemacht.


Vor wenigen Tagen konnte nun die zweite der renovierungsbedürftigen Säulen erneuert werden. Diesmal war es die Familie Stumreiter, Besitzer des „Kolmsteiner Hofes“, der es ein Bedürfnis war, hierzu beizutragen. In neuem Glanz erstrahlt nun die XIII. Kreuzwegstation „Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt“, die sich unweit ihres Gasthauses befindet. Wiederum legten Bürgermeister Sepp Schmid und der Träger der Goldenen Bürgermedaille, Hermann Zapf, Hand an, um das schwergewichtige Steinmonument sicher zu befestigen. Ein herzliches Vergelt's Gott sagte das Gemeindeoberhaupt Claudia, Alexander und Senior Xaver Stumreiter für ihre Spendenbereitschaft.



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer





Kolmsteiner Kreuzweg erhielt neue Station              


Alois Pfeffer aus Ottenzell war Pate für die erste neu renovierte Kreuzwegstation zum Kolmstein


Der Kreuzweg zum Kolmsteiner Kircherl von der Haibühl-Ottenzeller Seite her ist in die Jahre gekommen und so manche Station bedarf einer Restaurierung. Die Säulen aus Kunststein sind porös oder teilweise arg beschädigt. Vor kurzem konnte als erste der renovierungsbedürftigen Säulen die XIV. Kreuzwegstation „Der Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt“ unter Wiederverwendung der unversehrten Bildtafel erneuert werden. Als Pate für die rund 750 Euro netto teure Granitsäule konnte Alois Pfeffer aus Ottenzell gewonnen werden. Die erforderlichen Arbeiten führten Bürgermeister Sepp Schmid und Hermann Zapf durch.                                   


Am nächsten Wochenende soll eine weitere neue Säule folgen. „Der Kreuzweg zum Kolmstein ist ein Wahrzeichen der Gemeinde. Er sollte unbedingt erhalten werden“, so das Gemeindeoberhaupt überzeugt, dem es ein Anliegen ist, nach und nach alle kaputten Säulen zu ersetzen.



Zum geschichtlichen Hintergrund:                                               

Der Bauer Josef Aschenbrenner von Stadlern hat 1886 von der Haibühl-Ottenzeller Seite her, die letzten zweihundert Meter bergan, einen Kreuzweg errichten lassen. Die 14 Säulen waren aus Eichenholz, gut behauen und ca. 1,20 Meter hoch. An der obersten Frontseite waren Kreuzwegtafeln aus Blech befestigt. Diese waren vom hiesigen Maler, Jakob Stoiber oder seinem Sohn Josef, bemalt. Die Säulen waren ohne Anstrich und ca. 15 Meter voneinander entfernt. Obenauf waren 14 Kreuze aus Eichenholz, schwarz angestrichen. Geweiht wurde dieser Kreuzweg am 21. Oktober 1886 von einem Franziskaner-Pater aus Neukirchen b. Hl. Blut (Schreiben des Pfarramts Lam an das Bischöfliche Ordinariat Regensburg).

                                                                    

1944 ließ die Familie Altmann von Stadlern auf den letzten 200 Metern vor dem Wallfahrtskirchlein einen neuen Kreuzweg aufstellen. Karl Stoiber von Haibühl hat 32x35 Zentimeter große Blechtafeln mit den Bildern des Fugel’schen Kreuzweges bemalt. Gebhard Fugel (1863-1939) galt den Zeitgenossen als ein „Erneuerer christlicher Kunst“ und war bekannt für seine neue, visionäre Ausdrucksweise. Diese Blechtafeln wurden durch Gitter und Glas geschützt. Am 17. September 1944 wurde der neu errichtete Kreuzweg benediziert. Die moderne Gestaltung der Bilder fand beim damaligen Pfarrer Franz Xaver Pongratz jedoch nur wenig Gefallen. Wegen der starken Beschädigung ließ die Familie Altmann von Stadlern 1971 einen neuen Kreuzweg aus 14 Steinsäulen mit Abdruckfiguren errichten. Benediktion war am Sonntag vor Pfingsten. 

                                                                                                                      

Bild u. Bericht: Regina Pfeffer






Highspeed für Arrach


Eine angenehme Aufgabe führte am 26.07. den Arracher Bürgermeister Sepp Schmid sowie Geschäftsleiterin und Breitbandpatin Tanja Altmann nach Nürnberg ins Heimatministerium - ausführlicher - ins "Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat".


Dort konnten beide aus den Händen von Finanzminister Dr. Markus Söder und Staatssekretär Albert Füracker den Förderbescheid zum Breitbandausbau in Arrach entgegennehmen. 26 weitere Bürgermeister aus der gesamten Oberpfalz durften ebenfalls mit stattlichen Förderzusagen den Heimweg antreten. Über 8,2 Mio. Euro wurden diesmal verteilt - den größten Anteil davon erhielt Arrach mit einer Zusage in Höhe von 693.515 €. Zudem konnte man auch noch 5.000€ aus dem sog. "Startgeld Netz" für Ausschreibungsleistungen in Anspruch nehmen. Rechnet man noch den Gemeindeanteil von 77.613 € hinzu (Förderung beträgt 90%) so beläuft sich die Gesamtsumme, welche demnächst in Arrach "unter die Erde" kommt, auf stattliche 776.128€. So hoch ist die Wirtschaftlichkeitslücke, welche der Günstigstbietende im Ausschreibungsverfahren - durchgeführt mit der "Breitbandberatung Bayern" - die Deutsche Telekom, für Arrach errechnet hatte. Damit ist es möglich, in der Gemeinde auch das letzte Haus noch mit schnellem Internet zu versorgen. Es werden bald Mitarbeiter der Telekom damit beginnen, die Arracher Bürger umfassend über die dann verfügbaren Bandbreiten und die damit verbundenen Möglichkeiten zu informieren.


Bereits letztes Jahr erfolgte in den Kernorten der eigenwirtschaftliche  Ausbau durch die Telekom. Bereits ab da waren in den Ortschaften Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s verfügbar. Erreicht wurde dies durch neue Technik in den bereits 2010 im Rahmen der 1. Förderstufe installierten "Outdoor- Dslam's" (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) sowie dem Einsatz der mittlerweile ausgereiften Vectoring-Technik, welche es ermöglicht, auch über die vorhandenen Kupferkabel der Telefonanschlüsse sehr hohe Bandbreiten zu erzielen.


Sofern die Bandbreiten 30 Mbit/s übersteigen, ist in den damit erschlossenen Ortsteilen derzeit keine weitere Förderung möglich. Sehr wohl aber in den Aussenbereichen, welche nun durch die Fördermassnahme zum Teil das Glasfaserkabel kostenlos bis ins Haus gelegt bekommen. Bandbreiten bis in den Gigabitbereich können somit realisiert werden - und dies wirklich bis zum letzten Anwesen.


Sepp Schmid bedankte sich ausdrücklich beim Minister für diese kräftige Finanzspritze zugunsten der künftig immer wichtiger werdenden Datenautobahn für den ländlichen Bereich. Damit setzt Arrach den Ausbau des schnellen Internets fort, welcher im Jahre 2010 als eingelöstes Wahlkampfversprechen des Bürgermeisters seinen Anfang nahm.


Wenn im Jahr 2018 dann die Bauarbeiten beginnen können - ein Baubeginn 2017 wird wohl an fehlenden Baufirmen scheitern - hat Breitbandpatin Tanja Altmann die schöne Aufgabe, die bereitgestellten Fördermittel zeitnah abzurufen. Sowohl für einheimische Betriebe, für Privatpersonen aber auch für die zahlreichen Arracher Feriengäste ein weiterer, großer Schritt in die digitale Zukunft - ermöglicht durch die Mittel der Bayerischen Staatsregierung und der Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom, welche für die Gemeinde bereits in der Vergangenheit ein zuverlässiger Partner war.








Neue Werkbänke für Grundschule

 

Gemeinde stattete Werkraum für rund 10 000 Euro neu aus


Werken macht Spaß, vor alle, wenn man das richtige Handwerkszeug dazu hat. Mit Begeisterung haben die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Arrach-Haibühl den Werkraum gestürmt, der mit 12 neuen Doppelarbeitstischen aus Buche ausgestattet wurde. Dazu kamen auch noch drei robuste  Werkzeugschränke. Geliefert wurde die grundschulgerechte Ausstattung von der Firma Breu Bürotechnik aus Furth i. Wald. 9 520 Euro hat sich die Gemeinde Arrach die neue Anschaffung kosten lassen und diese noch kurz vor den Sommerferien seiner Bestimmung übergeben. Die vorhandenen Stühle sind noch in gutem Zustand und konnten wiederverwendet werden.            


„Die Schüler freuen sich, wenn sie etwas Praktisches arbeiten können“, berichtete Schulleiter Franz Sperl und wird dabei von der Fachlehrerin für Werken/Textiles Gestalten, Isabella Pfeffer bestätigt. Da viele von zu Hause her kaum noch handwerkliche Tätigkeiten gewohnt seien, kommen die Arbeiten mit Holz, Kunststoff, Textilien und Metall gut an. Schon die Zweitklässler werden dabei mit der Handhabung von Hammer, Säge und Feile vertraut gemacht. Eine sinnvolle Investition, findet auch Bürgermeister Sepp Schmid. „Die Anschaffung war dringend notwendig, da sie die alten Möbel ersetzt, die zum großen Teil beim Bau der Schule 1963 angeschafft wurden.“ Zusammen mit der grundlegenden Renovierung, die erfolgte, als der Werkraum vorübergehend als Kindergarten-Provisorium diente, ist er nun hell, freundlich und den Bedürfnissen der Grundschüler entsprechend ausgestattet und entspricht den modernen Erfordernissen.



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer




Ausschreibung Ferienjobs

 

Die Gemeinde Arrach stellt 2017 wieder Ferienjobs im gemeindlichen Bauhof für Landschaftspflege und leichtere Renovierungsarbeiten an öffentlichen Einrichtungen für Jugendliche oder Studenten ab 15 Jahren zur Verfügung.

 

Zeiten:

Sommerferien (31./32., 33./34., 35./36. Kalenderwoche):

im 2-Wochen-Turnus 2 Bewerber jeweils 2 Wochen

 

Für diese Jobs wird ein Stundenlohn von 5,50 Euro ausbezahlt (keine Abzüge).

Bevorzugt werden Schüler aus dem Gemeindegebiet. Die Auswahl erfolgt nach zeitlichem Eingang der Bewerbungen.

Bewerbungen werden ab sofort angenommen.

Informationen erhalten Interessierte bei 1. Bürgermeister Sepp Schmid, Tel. 09943/9411-20 oder bei der Geschäftsleitung, Frau Altmann, Tel. 09943/9411-12.






Bratwurst, Brezen und Bier hüben und drüben     


Partnerschaftstreffen in Janovice stand im Zeichen von Freundschaft und Solidarität - Blasmusik, Volkstanz und Böllerschüsse  - erfolgreiche Kontaktpflege zwischen Arrach und seiner Partnergemeinde Janovice nad Uhlavou  

                                                                                                         

Vor fast acht Jahren, im Oktober 2009 wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen Arrach und Janovice nad Uhlavou unterzeichnet. Auch die Feuerwehr Arrach und das Feuerwehr-Rettungskorps der Stadt Janovice vereinbarten in enger nachbarschaftlicher und freundschaftlicher Verbundenheit die gegenseitige grenzübergreifende Hilfeleistung bei Katastrophen und schweren Unglücksfällen. Eine entsprechende Hilfeleistungsvereinbarung wurde im Juni 2010 abgeschlossen. Seither wurde diese Partnerschaft mit zahlreichen gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen Feuerwehrübungen, bayerisch-böhmischen Abenden im Seepark und dem jährlich stattfindenden Partnerschaftstreffen gepflegt. Zahlreiche gemeinsame Übungen wurden abgehalten, in denen deutsche und tschechische Rettungskräfte Hand in Hand technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung übten (z. B. „Rettende Hände Janovice“).

                                                                                                                                                                       

Dass diese Partnerschaft nicht nur eine hohle Phrase, sondern gelebte Hilfsbereitschaft und Solidarität ist, bewies sich eindrucksvoll im letzten Jahr. Ende Juni wurde Arrach von einer Gewitterfront heimgesucht und hatte massive Hochwasserschäden im ganzen Gemeindebereich zu verzeichnen. Als die Feuerwehr Janovice dies hörte, wurde nicht lange überlegt, sondern geholfen. Kommandant Marian Jirik und Vorsitzender Tomas Jirik rückten mit einem Einsatzfahrzeug, Tankfahrzeug und sechs weiteren Besatzungsmitgliedern an, um Kanaldurchlässe von losem Geröll und Schotter zu befreien.


Regelrecht „ins Wasser“ fiel die Fahrt im Vorjahr. Nicht so in diesem Jahr, wo die Fahrt von viel Herzlichkeit geprägt war. Eine Delegation von knapp 100 Leuten reiste mittels zweier Busse und diverser Privatautos an. Die beiden Bürgermeister Michal Linhart und Sepp Schmid hießen mit „Dobri den“ die zahlreichen Gäste beim Stadtfest am Feuerwehrzentrum willkommen, das alljährlich um den Namenstag des dortigen Kirchenpatrons Johannes des Täufers abgehalten wird. Die souveränen Übersetzungen von der Projektmanagerin des Künischen Gebirges, Jana Dirriglova, im Rahmen des offiziellen Programms und bei privaten Verständigungshindernissen waren von unschätzbarem Wert und eine Bereicherung für die Organisatoren.           

                                                                                                                                                                     

Zur Eröffnung des bunten Rahmenprogrammes hatten die Böllerschützen der Reservistenkameradschaft Ottenzell, unter der Leitung von Schussmeister Josef Pfeffer, gegenüber Aufstellung genommen. Mit reichlich Pulverdampf und lautem Böllerknall zeigten sie ihr traditionelles Können. Viel Beifall bekam auch der Auftritt der Kindertanzgruppe der „Stoarieda“ Ottenzell unter ihren Leiterinnen Franziska Amberger, Bettina Müller und Andrea Hofmann, die mit der „Ennstaler“ und „Sternpolka“ viel Beifall erhaschten. Erst der Nachwuchs, dann die Großen: die Erwachsenen-Tanzgruppe ließ sich nicht lange bitten und brachte die „Jaga-Polka“ und die „Kuckuckspolka“ aufs Parkett. Das i-Tüpfelchen auf die ohnehin schon gute Stimmung setzten die beiden Blaskapellen „Lamer Winkel“ und „Petrovickà-Sedmicka“ aus Petrovice, die ihr Publikum mit unterhaltsamer Musik verwöhnten. Der „Schnupfer-Xare“, ein echtes „bayerisches Original“, beeindruckte beim Dirigieren eines Marsches.                                                                                                                                                            

Die mitgebrachten Spezialitäten aus der Gemeinde (Weißbier und Bratwürste) wurden zu tschechischen Preisen verkauft. Am Grill standen Matthias Börmel (FFW Arrach) und Hermann Zapf, während Marian Jirik und Tomas Jirik am Ausschank arbeiteten. Auch den Spirituosen (gestiftet von der Bärwurzerei Drexler) wurde reichlich zugesprochen. Der Gesamterlös des Festes ging an die Jugendabteilung der Feuerwehr Janovice. Das Partnerschaftstreffen wird – ohne Übertreibung erneut mit dem Vermerk „Fortsetzung folgt“ - in die Gemeindechronik aufgenommen. Eine Fortsetzung finden die Beziehungen beim „Bayerisch-Böhmischen Abend“ im Seepark am 17. August. 


 

 

 

Bilder u. Bericht: Regina Pfeffer





Flottes Geburtstagsgeschenk mit zwei Rädern          


Ein neuer Roller für Anna-Maria Meindl – Hauptsponsoren waren die Ruprecht-Gebhardt-Stiftung und FPG-Zweiradtechnik Grund aus Eschlkam


Nachtblau-glänzend und nagelneu – der Roller Beeline Memory 50 war schon ein besonderes Geburtstagsgeschenk für Anna-Maria Meindl aus der Regenstraße in Arrach auf dem Schritt zum Erwachsenwerden. Just an ihrem 16. Geburtstag, den sie am Sonntag feiern konnte, wurden Bürgermeister Sepp Schmid, seine beiden Stellvertreter Toni Münsterer und Thomas Weber sowie Geschäftsleiterin Tanja Altmann bei der jungen Dame, die vor kurzem erfolgreich den Mofaführerschein erworben hat, vorstellig. Als Vertreter der Ruprecht-Gebhardt-Stiftung (Sitz in Cham) war Michael Schmid zugegen. Diese Stiftung unterstützt Kinder, Jugendliche und deren Familien, die aufgrund ihrer seelischen, körperlichen oder finanziellen Situation auf Hilfe angewiesen sind.                                                                                                                                                                                          

Möglich geworden ist diese beispielhafte Geste der Hilfsbereitschaft durch das Zusammenwirken mehrerer hilfsbereiter Menschen. Ein namhafter Sponsor, der nicht genannt werden möchte, hat den Führerschein finanziert. Als Hauptsponsor machte sich die Ruprecht-Gebhard-Stiftung stark, die das rund 1 700 Euro teure Fahrzeug bezahlte. Geliefert wurde es von FPG-Zweiradtechnik aus Eschlkam. Geschäftsführer Andreas Grund, ein Ottenzeller, spendierte auch gleich noch Helm, Handschuhe, Nierengurt und Zweitaktöl dazu. Leider hatte der Zweiradtechnikermeister zum Fototermin keine Zeit. Trotzdem gilt ihm die Hochachtung und der große Dank von Bürgermeister Sepp Schmid. Das Gemeindeoberhaupt übernimmt aus einem gemeinnützigen Topf die Versicherung für das erste Jahr und brachte auch gleich noch ein praktisches Top-Case mit. Alle Anwesenden wünschten der neuen stolzen Roller-Besitzerin viel Spaß mit dem Zweirad im Vespa-Style und hofften gleichsam auf allzeit unfallfreie Fahrt.                                                                                                                                                                             Anna-Maria Meindl freute sich sichtlich über das schmucke Zweirad, das ihr künftig als täglicher Begleiter im Alltag dienen wird (z. B. für Einkaufsfahrten oder auf dem Weg zur Arbeit). Die Realschulabsolventin und künftige Auszubildende zur Bürokauffrau bei der Firma Vogl in Arrach kümmert sich seit geraumer Zeit aufopfernd um ihre schwerkranke Mutter. Das alltägliche Leben der beiden Frauen gestaltet sich nicht immer ganz einfach. Um wieder mobil zu sein, wäre auch eine behindertengerechte Umrüstung des Autos von Anita Meindl vonnöten. Erfreulicherweise erklärte sich auch dazu Andreas Grund bereit, der sich zusätzlich zum Umbau noch um alle Behördengänge, Fahrprüfungen und Gutachten kümmern will. In absehbarer Zeit ist auch der Einbau einer Rampe am Hauseingang vorgesehen, damit Anita Meindl mit ihrem Rollstuhl ihre Wohnung problemlos erreichen kann.                                                                          


In der vergangenen Sitzung hat das Gemeindeoberhaupt seinen Gemeinderat von seinem Plan informiert, ein Spendenkonto einzurichten, um Bürgern der Gemeinde, die in Not geraten sind oder finanzielle Probleme bekommen haben, schnell und unbürokratisch zu helfen. Das Entscheidungsgremium „STTT“, bestehend aus den drei Bürgermeistern und der Geschäftsleitung soll dann künftig über die Vergabe entscheiden. Die Verwaltung des Kontos geschieht treuhänderisch. Mit der Klärung aller rechtlichen Formalitäten wurde Finanzbeamter Toni Münsterer beauftragt. 



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer





Kooperationsvertrag für Breitbandausbau unterzeichnet


Schnelles Internet in der Gemeinde Arrach nun auch für Außenbereiche – Glasfaser bis in jedes Haus - auch das Zeitfenster für den Breitbandausbau ist festgelegt


Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau der Gemeinde Arrach gewonnen. Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ist die Gemeinde in Sachen Breitbandausbau wieder einen Schritt weiter. Seit der Ausbaustufe 1 (Juli 2016) wurde das Vorhaben konkretisiert, neben den bereits ausgebauten Ortsteilen Arrach, Drittenzell, Haibühl, Ottenzell und Stadlern weitere Ortsteile in den Randgebieten mit schnellem Internet zu versorgen. 400 Haushalte in Auhof, Kummersdorf, Arrach Ost, Drittenzell, Großmühle, Eschlsaign, Ottmannszell bis Eck, Hinterhaibühl bis Tanneneck sowie Anschlussnehmer im neuen Gewerbegebiet profitieren von der neuen Technik, mit der Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich wird. Bis zu 200 Mbit/s im Upload und 100 Mbit/s im Download sind für Privatkunden künftig möglich.                         


Zur Vertragsunterzeichnung trafen sich die beteiligten Partner im Rathaus in Haibühl. „Die Gemeinde hat die Zeichen der Zeit erkannt. Es ist ein Riesen Schritt für die Gemeinde“, meinte Regiomanager Harald Albert. Schnelle Internetverbindungen seien in der heutigen Zeit ein wichtiger Standortvorteil. Er dankte für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach eine zügige Umsetzung des Projektes, um möglichst vielen Menschen einen möglichst schnellen Anschluss zu bieten. Von einem ehrgeizigen Projekt sprach Vertriebsmitarbeiter Wilhelm Köckeis, der den weiteren Ausbau und die technischen Details erläuterte. „Das ist keine kleine Maßnahme, wir haben eine Deckungslücke von 776 000 Euro.“ Es werden zehn Multifunktionsgehäuse neu aufgestellt sowie ein neuer Glasfaserverteiler (Glasfaser MVT). 43 Gebäude bekommen direkt einen Glasfaser-Anschluss und knappe 18 Kilometer Tiefbau seien zu stemmen, bei denen 36 Kilometer Glasfaser in die Rohre eingebracht werden. Nach einer guten Internetverbindung im Kerngebiet kämen nun auch die Außengebiete zum Zug. Zwei Jahre seien für den gesamten Ausbau vorgesehen. „Im Laufe 2019 werden die Erschließungsgebiete in Betrieb gehen“, so Köckeis, der die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde lobte.

                                                                                                                                                           

Von einer gedeihlichen Zusammenarbeit und einem verlässlichen Vertragspartner sprach auch Bürgermeister Sepp Schmid. Die Anbindung über Glasfaser sei die zukunftsträchtigste Lösung, um konstante, stabile Leitungen zu haben. Kabelgebunden statt durch Funklösung sei man auf der sicheren Seite. „Die derzeitigen Oberleitungen kommen weg. Wir sind dann erdverkabelt bis hoch zum Eck.“ Für die Außenbereiche gelte dann gar eine höhere Bandbreite wie im Ortskern. Wegen der vereinzelten Lage im Gemeindegebiet und den damit verbundenen technischen Anforderungen wurde für die Gebäude, die mit Glasfaser direkt versorgt werden, eine Sonderlösung vereinbart. Hier endet das Glasfaserkabel nicht im Multifunktionsgehäuse am Straßenrand, sondern die Glasfaser wird bis in die Häuser gezogen. Damit das möglich ist, müssen die 43 betroffenen Hauseigentümer eine Einverständniserklärung unterschreiben. Dazu werden sie von der Gemeinde direkt kontaktiert. Die einmaligen Anschlusskosten von je 799 Euro werden dabei von der Gemeinde übernommen, was durchaus nicht üblich sei, so Albert ergänzend.               

                                                                                                       

Der Ausbau erfolgt zu 90 Prozent mit Fördermitteln durch das Bayerische Förderprogramm. Die restlichen zehn Prozent Eigenanteil in Höhe von rund 80 000 Euro müssen von der Gemeinde gestemmt werden. „Um diesen Preis kriegen wir es nie wieder“, ist Schmid, der auf eine schnelle Abwicklung hofft, überzeugt. Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Gleichzeitig wird eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Kabel verlegt und neue Straßenverteiler aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom.



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer





 

Neue Impulse für Ottenzell     


Erste Arbeitssitzung der Kleinen Dorferneuerung Ottenzell fand großes Interesse – Prioritäten sind Hohenwarther Straße und Bergweg


Mit der Dorferneuerung sollen auch in Ottenzell die Standortqualität und die Lebensverhältnisse der Bürger gestärkt werden. Die Maßnahme wird für den Ort eine große Chance sein, den Ort mit seinem Umgriff und vor allem den Zusammenhalt in der Gemeinde zu fördern. Dabei setzt das die Maßnahme durchführende Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) auf die Aktivierung der Eigenkräfte, die Stärkung der vorhandenen Potentiale, das bürgerschaftliche Engagement, das Vereins- und Gemeindeleben, den sozialen Zusammenhalt sowie die Dorfkultur als wesentliche Triebkräfte für eine eigenständige Entwicklung.


Voll war der Sitzungssaal im Rathaus, als Bürgermeister Sepp Schmid bei der ersten Arbeitssitzung neben Projektbegleiterin Christina Seidel vom ALE aus Tirschenreuth, Markus Weber vom Ingenieurbüro Schnabel Architekten aus Bad Kötzting, Bauamtsleiterin Heidi Geiger und den vier bisherigen Arbeitskreismitgliedern (Franz Achatz, Wolfgang Achatz, Kurt Hüttl, Anton Rank) auch acht weitere interessierte Ottenzeller willkommen heißen konnte. Erfreulicherweise erklärten sich Petra und Wolfgang Achatz, Heiko Haimerl, Tanja und Hans-Jürgen Klingl, Sabine und Manfred Menacher sowie Willi Treml ebenfalls bereit, künftig im Arbeitskreis mitzuwirken.                      

 

Projektleiterin Seidel informierte über die Möglichkeit einer Privatförderung, die sich ab Einleitung des Dorferneuerungsverfahrens mit bis zu 30 Prozent Förderung, maximal jedoch 30 000 Euro, ergibt. Sie riet, geplante Sanierungsmaßnahmen (Zaun, Vorgarten, Haus) in diesem Zeitraum anzusiedeln. In seiner Eigenschaft als AZV-Vorsitzender wies Sepp Schmid darauf hin, bei Stellflächen oder Fahrten ein versickerungsfähiges Pflaster zu bevorzugen. Sollte die gesplitterte Abwassergebühr Vorschrift werden, müssten für alle asphaltierten Flächen gehobene Gebühren verlangt werden. Architekt Markus Weber gab einen Rückblick auf das Seminar vom November 2015, wo erste Ziele und Maßnahmen definiert wurden (Hohenwarther Straße, Bergweg, Gehweg Ottenzell-Kummersdorf, Kunst/Darstellung Ortsgeschichte, Dorfplatz, Grünflächen/Bäume). Weber diskutierte mit den Anwesenden eine vorläufige Maßnahmenliste. Kernpunkt der Dorferneuerung ist die Neugestaltung der Hohenwarther Straße. Bezüglich des Straßenbaues müsse erst die Straßenausbau-Beitragssitzung angesetzt werden, sonst gebe es keine Förderung, so Sepp Schmid, der von einer Solidargemeinschaft der betreffenden Anwohner sprach. Für Wolfgang Achatz war das Wichtigste, die „Rennstrecke“ (Ortsdurchfahrt Hohenwarther Straße) wegzubringen, die vor allem auch für jüngere Verkehrsteilnehmer (Kinder als Fußgänger oder Radfahrer) eine enorme Gefahr darstellt. Entschärft werden soll auch eine unfallträchtige Kurve. Weiter wurde aus der Runde heraus eine bessere Wasserführung, Geschwindigkeitsbegrenzung, Begrünung, Bereiche für Fußgänger angeregt. In diesem Zusammenhang wurden auch die ortsgerechte Gestaltung des Bergweges inklusive Stützmauer sowie die Niggl-Gasse (beide zweigen von der Hohenwarther Straße ab) angesprochen. Wie Christina Seidel verlauten ließ, sei das Ganze eine sensible Gratwanderung zwischen Straßenausbau und Dorferneuerungsmaßnahme, da dem Amt eine reine Straßengestaltung zu wenig sei.


Kurt Hüttl war eine hochwassersichere Verrohrung des Baches wichtig. Auch das Fassungsvermögen des Kanals und die veralteten Stromständer auf den Häusern kamen zur Sprache. Der vorhandene Spielplatz könnte verschönert und ein Treffpunkt für die Dorfjugend geschaffen werden. Da momentan keine Leerstände im Ort sind, rückt die Schaffung eines Dorfplatzes aus Platzgründen in die Ferne. Für ausreichend Grün im Ort sorgen die liebevoll gepflegten Gärten der Anwohner.                       


Letztlich entschied das Gremium, sich auf die ortsgerechte Gestaltung der Hohenwarther Straße und des Bergweges mit Stützmauer zu konzentrieren. Architekt Markus Weber wird nun unter Einbindung der Vorschläge der Arbeitskreisteilnehmer mehrere Entwürfe ausarbeiten. Genaueren Einblick und weitere Ideen soll eine Ortsbegehung bringen. „Wir sind auf einem guten Weg, die Einleitung der Maßnahme noch in diesem Jahr hinzubekommen“, zeigte sich Seidel zuversichtlich. Dabei könne man mit 50 Prozent Förderung rechnen.


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Bilder u. Bericht: Regina Pfeffer






Auf die Zukunft hingearbeitet                                                                                                     

Erste Arbeitssitzung der Kleinen Dorferneuerung Haibühl fand nur geringes Interesse – Prioritätenliste wurde festgelegt


Der ländliche Raum ist lebenswert und soll es bleiben. Auch die Gemeinde Arrach setzt auf die Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) in Bezug auf die „Einfache Dorferneuerungsmaßnahme“ in Haibühl und Ottenzell, die unter der Trägerschaft der Gemeinde steht. Vor rund 20 Jahren stieß das damals geplante Verfahren auf großen Widerstand und wurde von den Bürgern abgeblockt. In einem Tagesseminar trafen sich im November 2015 13 Bürgerinnen und Bürger, um ihren Ort neu zu gestalten.                   


Bei der ersten Arbeitssitzung fanden sich jedoch lediglich vier Haibühler im Rathaus ein. Sehr zur Enttäuschung von Bürgermeister Sepp Schmid, der das mangelnde Interesse beklagte. Trotzdem galt sein herzlicher Willkommensgruß den Projektbegleitern Erik Bergner und Christina Seidel vom ALE aus Tirschenreuth, Markus Weber vom Ingenieurbüro Schnabel Architekten aus Bad Kötzting sowie Bauamtsleiterin Heidi Geiger. Das damalige Seminar sei die Basis für erste Überlegungen gewesen. Nun gelte es, die Dinge, die den Bürgern konkret auf der Seele liegen, einzubringen, merkte Sachgebietsleiter Erik Bergner an. Reine Straßengestaltung sei dem Amt zu wenig. Man möchte die Aufenthaltsbereiche im Ort funktional in Bezug auf Grünordnung und Dorfökologie verbessern sowie soziale und kulturelle Aspekte umsetzen. Dabei sollen alle Bürgerinnen und Bürger möglichst frühzeitig und aktiv am Planungsprozess beteiligt werden.      


Es gelte nun, verschiedene Maßnahmen zu erarbeiten, eine Priorität zu entwickeln und einen Kostenplan aufzustellen. „Es handelt sich dabei nicht um eine konkrete Bauplanung, sondern um ein Grobkonzept, das eingereicht, geprüft und genehmigt wird“, so Bergner. Im Zuge der Einleitung werde dann festgestellt, wieviel Förderbudget zur Verfügung gestellt wird. Auch Privatmaßnahmen, die sich im Umfeld öffentlicher Maßnahmen befinden, können gefördert werden. Bezüglich des Straßenbaues müsse erst die Straßenausbau-Beitragssitzung angesetzt werden. „Der Restbetrag unterliegt dann der Förderung.“ Die Fördersätze richten sich nach der Finanzkraft der Gemeinde über die letzten drei Jahre, wobei die Fördersumme 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht überschreiten soll. Weil nicht alle Maßnahmen gefördert werden können, müsse man Prioritäten setzen. Ziel sei, dass der Dorferneuerungsplan noch in 2017 fertig wird, damit das Verfahren eingeleitet werden kann. „Wir wollen auf jeden Fall das Verfahren dieses Jahr noch auf den Weg bringen“, schaute Bergner in die Zukunft. Ob man dann schon in 2018 mit einem Projekt beginnen könne oder erst im Frühjahr 2019 hängt von der Genehmigung der Detailplanung ab.                                                                              


Architekt Markus Weber zeigte sich erfreut, die Dorferneuerungsmaßnahme begleiten und koordinieren zu dürfen. Kurz gab er einen Rückblick auf das Seminar vom November 2015. Weber regte die anwesenden Bürger (Thomas Weber, Ida Winter, Stefan Schwarz, Otto Multerer) nun an, in einer Ideensammlung konkrete Vorstellungen mit einzubringen. Zur Sprache kamen dabei eine Neugestaltung der Dorfmitte mit oberen und unterem Dorfpark, die Parkplatzsituation am Rathausplatz und Abriss des alten Rathausgebäudes sowie die Umgestaltung der Pfarrer-Busch-Straße im Umfeld der Kirche, Schulturnhalle und Zufahrt Seepark, wobei auch die geplanten „Arracher Geschichtswege“ als begleitende Kunst Gesprächsthema waren.                              


Thomas Weber war es wichtig, einen Stilmix zu finden aus Tradition und Moderne, während Sepp Schmid für viel Grün plädierte. Man entschloss sich einhellig, die zwei Brennpunkte Ortskern und Rathausplatz auf der Prioritätenliste ganz oben anzusetzen, gefolgt von der Sanierung der Triftstraße mit Gehweg und Mauer sowie weiteren unschönen Mauern (z. B. Sanierung und Gestaltung Bachweg). Nun liegt es am Ingenieurbüro, diese ersten groben Vorschläge planerisch umzusetzen und erste Skizzen vorzulegen, die man dann in einer Ortsbegehung konkretisiert. Möglich seien auch Besichtigungsfahrten in andere Gemeinden. Mit dem Hinweis des Bürgermeisters auf die erste Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung Ottenzell am Dienstag um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, zu der alle Bürger eingeladen sind, endete die Zusammenkunft. 

 

 

Prioritätenliste Haibühl


Bilder u. Bericht: Regina Pfeffer





Über 40 Jahre im Rathaus                                                                                              

Verwaltungsangestellte Margarete Dischler wurde in den Ruhestand verabschiedet – Kollegialität und Bürgernähe waren ihr wichtig


Einen denkwürdigen Abschied gab es Ende März in der Gemeinde Arrach zu feiern. Die langjährige Mitarbeiterin und „gute Seele“ der Verwaltung, Margerete Dischler, wurde im Beisein von stellvertretendem Bürgermeister Thomas Weber, Geschäftsleiterin Tanja Altmann, den Mitarbeitern von Verwaltung, Tourist-Info und Bauhof sowie von Bürgermeister Sepp Schmid bei einer bayerischen Brotzeit feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Mit dabei waren auch ihre ehemaligen Kollegen Franz Zisler, Ludwig Haselsteiner und Alois Meindl.                                                           

Da die „Margret“, wie sie von allen Kolleginnen und Kollegen liebevoll genannt wird, keinen großen Rummel mag, hielten sich auch die sonst üblichen „Lobeshymnen“ in Grenzen, was aber wahrscheinlich auch zu lange gedauert hätte. Sehr lange nämlich waltete „die Margret“ in ihrem Refugium – dem Einwohnermeldeamt der Gemeinde – und alle Bürgerinnen und Bürger kamen stets gern zu ihr. Immer war sie mit Rat und Tat zur Stelle, kennt jeden Arracher persönlich, fand auch neben dem „Amtsdeutsch“ immer die richtigen Worte und war auch mit guten Ratschlägen nicht geizig. Den Übergang in den neuen Lebensabschnitt garnierte man mit den besten Wünschen. Die Versammelten waren sich ein einer Sache besonders einig: der Begriff Kollegialität war für Margret Pflicht. Darum fiel der Abschied an diesem Tag vor allem den langjährigen Wegbegleitern besonders schwer. Und genau deshalb ließ sie Sepp Schmid auch nur mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den wohlverdienten Ruhestand ziehen. „Eine Mitarbeiterin wie die Margret“, so meinte er, „ist nicht so schnell zu ersetzen."                                                                                                                                                           

Margarete Dischler besuchte die Volksschule in Haibühl, die Realschule in Kötzting, legte mit Erfolg die Einstellungsprüfung sowohl für den mittleren als auch für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst ab. Weiter war sie als Stenotypistin am Notariat in Cham beschäftigt und besuchte anschließend zwei Jahre die Fachoberschule in Cham, bevor sie am 23. Juli 1976 als Verwaltungsangestellte bei der Gemeinde Haibühl eingestellt wurde. Bis zur ihrer Verabschiedung in den Ruhestand leitete sie das Einwohner- und Passamt der Gemeinde Arrach und war an der Telefonzentrale Bindeglied zwischen Bevölkerung und Gemeindeverwaltung und Bürgermeister. Diese wenigen Sätze schildern nur kurz die berufliche Entwicklung, können aber in keinster Weise wiedergeben, was alles hinter dem Engagement von Margarete Dischler steckt. „Mit ihr scheidet eine Mitarbeiterin aus, für die der Begriff ‚Bürgernähe‘ keine Floskel war und welche sich stets als Dienstleisterin am Bürger sah“, so Schmid. Dass sie natürlich auch jetzt noch regelmäßig nach „ihrem Rathaus“ schaut, davon gehen ihre Kollegen fest aus. „Denn eine so lange Zeit an einer einzigen Arbeitsstätte kann man nicht mit dem Rentenbescheid beenden“, so hofft jedenfalls der Bürgermeister mit all ihren Kolleginnen und Kollegen. Auf jeden Fall hat sie jetzt ausreichend Zeit um ihrem Hobby - der Hinterglasmalerei – zu frönen. Und natürlich um bei täglichen Spaziergängen ohne Zeitdruck ihre Heimatgemeinde zu durchqueren.                                 

                                                                                                                                                             Erfreulicherweise fand sich für die scheidende Mitarbeiterin eine hervorragende Nachfolgerin aus dem Gemeindegebiet. Noch von Margret persönlich angelernt, hat mittlerweile Magdalena Eckl aus dem Ortsteil Haibühl, eine gelernte „Finanzerin“, das EWO schon fest im Griff. Aber auch sie kann sich immer fest auf Margaretes Hilfe verlassen. Dies hat die frischgebackene Pensionistin ihr zugesichert. Und auf einen Erfahrungsschatz, welcher sich in den letzten vierzig Jahren angesammelt hat, verzichtet in der Gemeinde Arrach sicher keiner.



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer






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