Gemeinde Arrach

Landkreis Cham

 
 

Aktuelles aus dem Rathaus



Bekanntmachung über die Absicht für den Bereich "Drittenzell" eine Außenbereichssatzung zu erlassen


Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 BauGB

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Öffentliche Bekanntmachung


Ergänzendes Verfahren gemäß § 214 Abs. 4 BauGB

Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB des Entwurfes des Bebauungsplans mit Grünordnungsplan "Gewerbegebiet Arrach-Mitte"

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Neue Impulse für Ottenzell     


Erste Arbeitssitzung der Kleinen Dorferneuerung Ottenzell fand großes Interesse – Prioritäten sind Hohenwarther Straße und Bergweg


Mit der Dorferneuerung sollen auch in Ottenzell die Standortqualität und die Lebensverhältnisse der Bürger gestärkt werden. Die Maßnahme wird für den Ort eine große Chance sein, den Ort mit seinem Umgriff und vor allem den Zusammenhalt in der Gemeinde zu fördern. Dabei setzt das die Maßnahme durchführende Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) auf die Aktivierung der Eigenkräfte, die Stärkung der vorhandenen Potentiale, das bürgerschaftliche Engagement, das Vereins- und Gemeindeleben, den sozialen Zusammenhalt sowie die Dorfkultur als wesentliche Triebkräfte für eine eigenständige Entwicklung.


Voll war der Sitzungssaal im Rathaus, als Bürgermeister Sepp Schmid bei der ersten Arbeitssitzung neben Projektbegleiterin Christina Seidel vom ALE aus Tirschenreuth, Markus Weber vom Ingenieurbüro Schnabel Architekten aus Bad Kötzting, Bauamtsleiterin Heidi Geiger und den vier bisherigen Arbeitskreismitgliedern (Franz Achatz, Wolfgang Achatz, Kurt Hüttl, Anton Rank) auch acht weitere interessierte Ottenzeller willkommen heißen konnte. Erfreulicherweise erklärten sich Petra und Wolfgang Achatz, Heiko Haimerl, Tanja und Hans-Jürgen Klingl, Sabine und Manfred Menacher sowie Willi Treml ebenfalls bereit, künftig im Arbeitskreis mitzuwirken.                      

 

Projektleiterin Seidel informierte über die Möglichkeit einer Privatförderung, die sich ab Einleitung des Dorferneuerungsverfahrens mit bis zu 30 Prozent Förderung, maximal jedoch 30 000 Euro, ergibt. Sie riet, geplante Sanierungsmaßnahmen (Zaun, Vorgarten, Haus) in diesem Zeitraum anzusiedeln. In seiner Eigenschaft als AZV-Vorsitzender wies Sepp Schmid darauf hin, bei Stellflächen oder Fahrten ein versickerungsfähiges Pflaster zu bevorzugen. Sollte die gesplitterte Abwassergebühr Vorschrift werden, müssten für alle asphaltierten Flächen gehobene Gebühren verlangt werden. Architekt Markus Weber gab einen Rückblick auf das Seminar vom November 2015, wo erste Ziele und Maßnahmen definiert wurden (Hohenwarther Straße, Bergweg, Gehweg Ottenzell-Kummersdorf, Kunst/Darstellung Ortsgeschichte, Dorfplatz, Grünflächen/Bäume). Weber diskutierte mit den Anwesenden eine vorläufige Maßnahmenliste. Kernpunkt der Dorferneuerung ist die Neugestaltung der Hohenwarther Straße. Bezüglich des Straßenbaues müsse erst die Straßenausbau-Beitragssitzung angesetzt werden, sonst gebe es keine Förderung, so Sepp Schmid, der von einer Solidargemeinschaft der betreffenden Anwohner sprach. Für Wolfgang Achatz war das Wichtigste, die „Rennstrecke“ (Ortsdurchfahrt Hohenwarther Straße) wegzubringen, die vor allem auch für jüngere Verkehrsteilnehmer (Kinder als Fußgänger oder Radfahrer) eine enorme Gefahr darstellt. Entschärft werden soll auch eine unfallträchtige Kurve. Weiter wurde aus der Runde heraus eine bessere Wasserführung, Geschwindigkeitsbegrenzung, Begrünung, Bereiche für Fußgänger angeregt. In diesem Zusammenhang wurden auch die ortsgerechte Gestaltung des Bergweges inklusive Stützmauer sowie die Niggl-Gasse (beide zweigen von der Hohenwarther Straße ab) angesprochen. Wie Christina Seidel verlauten ließ, sei das Ganze eine sensible Gratwanderung zwischen Straßenausbau und Dorferneuerungsmaßnahme, da dem Amt eine reine Straßengestaltung zu wenig sei.


Kurt Hüttl war eine hochwassersichere Verrohrung des Baches wichtig. Auch das Fassungsvermögen des Kanals und die veralteten Stromständer auf den Häusern kamen zur Sprache. Der vorhandene Spielplatz könnte verschönert und ein Treffpunkt für die Dorfjugend geschaffen werden. Da momentan keine Leerstände im Ort sind, rückt die Schaffung eines Dorfplatzes aus Platzgründen in die Ferne. Für ausreichend Grün im Ort sorgen die liebevoll gepflegten Gärten der Anwohner.                       


Letztlich entschied das Gremium, sich auf die ortsgerechte Gestaltung der Hohenwarther Straße und des Bergweges mit Stützmauer zu konzentrieren. Architekt Markus Weber wird nun unter Einbindung der Vorschläge der Arbeitskreisteilnehmer mehrere Entwürfe ausarbeiten. Genaueren Einblick und weitere Ideen soll eine Ortsbegehung bringen. „Wir sind auf einem guten Weg, die Einleitung der Maßnahme noch in diesem Jahr hinzubekommen“, zeigte sich Seidel zuversichtlich. Dabei könne man mit 50 Prozent Förderung rechnen.


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Bilder u. Bericht: Regina Pfeffer






Auf die Zukunft hingearbeitet                                                                                                     

Erste Arbeitssitzung der Kleinen Dorferneuerung Haibühl fand nur geringes Interesse – Prioritätenliste wurde festgelegt


Der ländliche Raum ist lebenswert und soll es bleiben. Auch die Gemeinde Arrach setzt auf die Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) in Bezug auf die „Einfache Dorferneuerungsmaßnahme“ in Haibühl und Ottenzell, die unter der Trägerschaft der Gemeinde steht. Vor rund 20 Jahren stieß das damals geplante Verfahren auf großen Widerstand und wurde von den Bürgern abgeblockt. In einem Tagesseminar trafen sich im November 2015 13 Bürgerinnen und Bürger, um ihren Ort neu zu gestalten.                   


Bei der ersten Arbeitssitzung fanden sich jedoch lediglich vier Haibühler im Rathaus ein. Sehr zur Enttäuschung von Bürgermeister Sepp Schmid, der das mangelnde Interesse beklagte. Trotzdem galt sein herzlicher Willkommensgruß den Projektbegleitern Erik Bergner und Christina Seidel vom ALE aus Tirschenreuth, Markus Weber vom Ingenieurbüro Schnabel Architekten aus Bad Kötzting sowie Bauamtsleiterin Heidi Geiger. Das damalige Seminar sei die Basis für erste Überlegungen gewesen. Nun gelte es, die Dinge, die den Bürgern konkret auf der Seele liegen, einzubringen, merkte Sachgebietsleiter Erik Bergner an. Reine Straßengestaltung sei dem Amt zu wenig. Man möchte die Aufenthaltsbereiche im Ort funktional in Bezug auf Grünordnung und Dorfökologie verbessern sowie soziale und kulturelle Aspekte umsetzen. Dabei sollen alle Bürgerinnen und Bürger möglichst frühzeitig und aktiv am Planungsprozess beteiligt werden.      


Es gelte nun, verschiedene Maßnahmen zu erarbeiten, eine Priorität zu entwickeln und einen Kostenplan aufzustellen. „Es handelt sich dabei nicht um eine konkrete Bauplanung, sondern um ein Grobkonzept, das eingereicht, geprüft und genehmigt wird“, so Bergner. Im Zuge der Einleitung werde dann festgestellt, wieviel Förderbudget zur Verfügung gestellt wird. Auch Privatmaßnahmen, die sich im Umfeld öffentlicher Maßnahmen befinden, können gefördert werden. Bezüglich des Straßenbaues müsse erst die Straßenausbau-Beitragssitzung angesetzt werden. „Der Restbetrag unterliegt dann der Förderung.“ Die Fördersätze richten sich nach der Finanzkraft der Gemeinde über die letzten drei Jahre, wobei die Fördersumme 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht überschreiten soll. Weil nicht alle Maßnahmen gefördert werden können, müsse man Prioritäten setzen. Ziel sei, dass der Dorferneuerungsplan noch in 2017 fertig wird, damit das Verfahren eingeleitet werden kann. „Wir wollen auf jeden Fall das Verfahren dieses Jahr noch auf den Weg bringen“, schaute Bergner in die Zukunft. Ob man dann schon in 2018 mit einem Projekt beginnen könne oder erst im Frühjahr 2019 hängt von der Genehmigung der Detailplanung ab.                                                                              


Architekt Markus Weber zeigte sich erfreut, die Dorferneuerungsmaßnahme begleiten und koordinieren zu dürfen. Kurz gab er einen Rückblick auf das Seminar vom November 2015. Weber regte die anwesenden Bürger (Thomas Weber, Ida Winter, Stefan Schwarz, Otto Multerer) nun an, in einer Ideensammlung konkrete Vorstellungen mit einzubringen. Zur Sprache kamen dabei eine Neugestaltung der Dorfmitte mit oberen und unterem Dorfpark, die Parkplatzsituation am Rathausplatz und Abriss des alten Rathausgebäudes sowie die Umgestaltung der Pfarrer-Busch-Straße im Umfeld der Kirche, Schulturnhalle und Zufahrt Seepark, wobei auch die geplanten „Arracher Geschichtswege“ als begleitende Kunst Gesprächsthema waren.                              


Thomas Weber war es wichtig, einen Stilmix zu finden aus Tradition und Moderne, während Sepp Schmid für viel Grün plädierte. Man entschloss sich einhellig, die zwei Brennpunkte Ortskern und Rathausplatz auf der Prioritätenliste ganz oben anzusetzen, gefolgt von der Sanierung der Triftstraße mit Gehweg und Mauer sowie weiteren unschönen Mauern (z. B. Sanierung und Gestaltung Bachweg). Nun liegt es am Ingenieurbüro, diese ersten groben Vorschläge planerisch umzusetzen und erste Skizzen vorzulegen, die man dann in einer Ortsbegehung konkretisiert. Möglich seien auch Besichtigungsfahrten in andere Gemeinden. Mit dem Hinweis des Bürgermeisters auf die erste Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung Ottenzell am Dienstag um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, zu der alle Bürger eingeladen sind, endete die Zusammenkunft. 

 

 

Prioritätenliste Haibühl


Bilder u. Bericht: Regina Pfeffer





Über 40 Jahre im Rathaus                                                                                              

Verwaltungsangestellte Margarete Dischler wurde in den Ruhestand verabschiedet – Kollegialität und Bürgernähe waren ihr wichtig


Einen denkwürdigen Abschied gab es Ende März in der Gemeinde Arrach zu feiern. Die langjährige Mitarbeiterin und „gute Seele“ der Verwaltung, Margerete Dischler, wurde im Beisein von stellvertretendem Bürgermeister Thomas Weber, Geschäftsleiterin Tanja Altmann, den Mitarbeitern von Verwaltung, Tourist-Info und Bauhof sowie von Bürgermeister Sepp Schmid bei einer bayerischen Brotzeit feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Mit dabei waren auch ihre ehemaligen Kollegen Franz Zisler, Ludwig Haselsteiner und Alois Meindl.                                                           

Da die „Margret“, wie sie von allen Kolleginnen und Kollegen liebevoll genannt wird, keinen großen Rummel mag, hielten sich auch die sonst üblichen „Lobeshymnen“ in Grenzen, was aber wahrscheinlich auch zu lange gedauert hätte. Sehr lange nämlich waltete „die Margret“ in ihrem Refugium – dem Einwohnermeldeamt der Gemeinde – und alle Bürgerinnen und Bürger kamen stets gern zu ihr. Immer war sie mit Rat und Tat zur Stelle, kennt jeden Arracher persönlich, fand auch neben dem „Amtsdeutsch“ immer die richtigen Worte und war auch mit guten Ratschlägen nicht geizig. Den Übergang in den neuen Lebensabschnitt garnierte man mit den besten Wünschen. Die Versammelten waren sich ein einer Sache besonders einig: der Begriff Kollegialität war für Margret Pflicht. Darum fiel der Abschied an diesem Tag vor allem den langjährigen Wegbegleitern besonders schwer. Und genau deshalb ließ sie Sepp Schmid auch nur mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den wohlverdienten Ruhestand ziehen. „Eine Mitarbeiterin wie die Margret“, so meinte er, „ist nicht so schnell zu ersetzen."                                                                                                                                                           

Margarete Dischler besuchte die Volksschule in Haibühl, die Realschule in Kötzting, legte mit Erfolg die Einstellungsprüfung sowohl für den mittleren als auch für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst ab. Weiter war sie als Stenotypistin am Notariat in Cham beschäftigt und besuchte anschließend zwei Jahre die Fachoberschule in Cham, bevor sie am 23. Juli 1976 als Verwaltungsangestellte bei der Gemeinde Haibühl eingestellt wurde. Bis zur ihrer Verabschiedung in den Ruhestand leitete sie das Einwohner- und Passamt der Gemeinde Arrach und war an der Telefonzentrale Bindeglied zwischen Bevölkerung und Gemeindeverwaltung und Bürgermeister. Diese wenigen Sätze schildern nur kurz die berufliche Entwicklung, können aber in keinster Weise wiedergeben, was alles hinter dem Engagement von Margarete Dischler steckt. „Mit ihr scheidet eine Mitarbeiterin aus, für die der Begriff ‚Bürgernähe‘ keine Floskel war und welche sich stets als Dienstleisterin am Bürger sah“, so Schmid. Dass sie natürlich auch jetzt noch regelmäßig nach „ihrem Rathaus“ schaut, davon gehen ihre Kollegen fest aus. „Denn eine so lange Zeit an einer einzigen Arbeitsstätte kann man nicht mit dem Rentenbescheid beenden“, so hofft jedenfalls der Bürgermeister mit all ihren Kolleginnen und Kollegen. Auf jeden Fall hat sie jetzt ausreichend Zeit um ihrem Hobby - der Hinterglasmalerei – zu frönen. Und natürlich um bei täglichen Spaziergängen ohne Zeitdruck ihre Heimatgemeinde zu durchqueren.                                 

                                                                                                                                                             Erfreulicherweise fand sich für die scheidende Mitarbeiterin eine hervorragende Nachfolgerin aus dem Gemeindegebiet. Noch von Margret persönlich angelernt, hat mittlerweile Magdalena Eckl aus dem Ortsteil Haibühl, eine gelernte „Finanzerin“, das EWO schon fest im Griff. Aber auch sie kann sich immer fest auf Margaretes Hilfe verlassen. Dies hat die frischgebackene Pensionistin ihr zugesichert. Und auf einen Erfahrungsschatz, welcher sich in den letzten vierzig Jahren angesammelt hat, verzichtet in der Gemeinde Arrach sicher keiner.



Bild u. Bericht: Regina Pfeffer





„Es ist vollbracht“ – Kreuzigungsgruppe am Kolmstein eingeweiht                           


Feierliche Einweihung der neu restaurierten Kreuze – Gruppe zieht die Blicke auf sich – Ort des Gebetes und der Einkehr


„Im Kreuz ist Heil – Leben – Hoffnung“. Welcher Tag könnte also besser sein für eine Kreuzeinweihung wie der Karfreitag, an dem dieses christliche Hoffnungszeichen im Mittelpunkt der österlichen Liturgie steht? Mit einer beeindruckenden Bittprozession erfuhr die neue Kreuzigungsgruppe am Kolmstein ihre kirchliche Weihe. Seit längerem wurde festgestellt, dass die drei Holzkreuze am Kolmstein, welche sich unmittelbar am Parkplatz und Wanderweg befinden, überaus stark verwittert, angefault bzw. gesplittert und die Bemalung der Blechtafeln stark ausgeblichen ist. Eine Restaurierung schien deswegen unumgänglich.                                 


Bei herrlichem, sonnigen Frühlingswetter fanden sich am Vormittag die Vereinsabordnungen der Gemeinde in ihren Uniformen bzw. Trachten bei der ersten Kreuzwegstation am Forstweg zum Kolmstein ein. Imposant lagen dort die stattlichen drei neuen Holzkreuze bereit. Eine Anzahl weiterer Mitbeter aus der Pfarrgemeinde hatte sich ebenfalls dem Geschehen angeschlossen. Nach einem einführenden Gebet von BGR Pfarrer Franz Weber schulterten mehrere männliche Mitglieder der drei Trachtenvereine die schweren Kreuzeshölzer aus Lärchenholz. Das Christus-Kreuz (5,5 Meter lang) trugen die „Stoarieda“ Ottenzell voran, gefolgt von den „Riedlstoana“ Arrach und „Tannenecker“ Haibühl (je 4,5 Meter). In sich gekehrt nahmen die Gläubigen die 14 Stationen des Leidensweges Jesu Christi steil ansteigend in Angriff. Bei den Stationen „Jesus begegnet seiner Mutter“, „Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz“, „Jesus wird seiner Kleider beraubt“ und „Jesus stirbt am Kreuz“ hielten Priester und Prozession betend inne. „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.“ 


Oben angekommen legte man die Kreuze an ihrem Bestimmungsort ab. Die Bauhofmitarbeiter um Leiter Stephan Hutter hatten bereits im Vorfeld für passgenaue Halterungen gesorgt. Zusammen mit Bürgermeister Sepp Schmid wurden die für das jeweilige Kreuz vorgesehenen Blechtafeln (Jesus mit den beiden Schächern und Maria) mit Nägeln an den Kanthölzern befestigt. In der Zwischenzeit versammelten sich die Gläubigen zusammen mit Pfarrer Weber im Kircherl, um dort den Schmerzensreichen Rosenkranz zu beten.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Nachdem sich wieder alle heraußen eingefunden hatten, erfolgte die Aufstellung der drei Kreuze. Viele starke Männerhände waren notwendig, um die massiven Balken in die Vertikale zu bringen. Aber Dank der stimmigen Zusammenarbeit der Helfer war dies in überraschend kurzer Zeit geschehen. Ein paar letzte handwerkliche Tätigkeiten zur Befestigung der Kreuze in den Halterungen und es war vollbracht. Karfreitag sei der passendste Tag, um eine Kreuzigungsgruppe einzuweihen, meinte BGR Pfarrer Weber zum Beginn seiner Ansprache. „Was machen die Kreuze mit uns?“ Manche Menschen gehen daran nur achtlos vorbei, andere schauen sie an. Vielleicht denkt der eine oder andere an die Nöte, die ihm aufgeladen sind, oder an verstorbene Angehörige. „Auf alle Fälle reagieren wir auf diese Kreuze, wenn wir in ihre Nähe kommen.“ Früher war es sogar üblich, dass vor jedem Feldkreuz der Hut gezogen wurde. „Heute dürfen wir froh sein, wenn wir Kreuze ohne Proteste in öffentlichen Räumen wie Klassenzimmern oder Gerichtssälen aufstellen dürfen. Sie verschwinden mehr und mehr.“ Mit dem Kreuz habe es schon etwas Eigenartiges auf sich, so der Geistliche weiter. Er erinnerte an den Fernsehturm der ehemaligen DDR am Berliner Alexanderplatz. Wenn die nachmittägliche Sonne in einer bestimmten Stellung auf die Kuppel schien, sei plötzlich ein Kreuz erschienen. „Wir können das Kreuz aus unserem Leben nicht wegdiskutieren, nicht wegstreiten und wegreden. Es ist immer da, denn es ist das Zeichen, das dem Menschen in seinem Wesen her am nächsten kommt.“                                                                                                                                                                               Der Apostel Paulus schreibt: „Für die einen ist das Kreuz Torheit, für die anderen ein Ärgernis, ein Stein des Anstoßes.“ Schmähungen und Verächtlichmachung des Kreuzes habe es gegeben, seit es das Kreuz als Erkennungszeichen für Christen gibt. „Für uns Christen ist es das Zeichen des Heiles.“ Wer zum Kreuz aufschaue, dem werde immer wieder ein Stück Erleichterung zuteil für sein eigenes Kreuz. Vom Kreuz gehe eine Kraft aus, die für uns Menschen positiv wirken kann, wenn wir offen sind für diese Kraft und uns nicht verschließen. „Jesus lädt uns ein, täglich unser eigenes Kreuz auf uns zu nehmen. Wir dürfen nicht nur mit unseren großen Sorgen und Schicksalsschlägen zum Kreuz aufschauen, sondern auch mit den kleinen Dingen. Vom Kreuz geht die Kraft zur Errettung und Erlösung aus, das will uns diese Kreuzigungsgruppe sagen“, endete der Redner.                                                  


Anschließend erteilte BGR Pfarrer Weber bei einer kurzen Andacht der frisch restaurierten Kreuzigungsgruppe die kirchliche Weihe. Für eine würdevolle musikalische Umrahmung sorgte der Gemeinschaftskirchenchor Haibühl-Hohenwarth unter der Leitung von Ewald Pirtzl. Die folgenden Fürbitten galten den Menschen auf dem ganzen Erdkreis, der Kirche in allen Ländern, den Verzweifelten und Bedrückten und allen, die an diesem Kreuz vorübergehen. Ein gemeinsam gesprochenes Vaterunser bekräftigte diese Bittrufe. Der Priester dankte allen Prozessionsteilnehmern und besonders all jenen, die die Kreuzigungsgruppe finanziert haben.                                                                                                                 

Bürgermeister Sepp Schmid sprach von hervorragendem Tag, einem gelungenen Gemeinschaftsprojekt Kirche und Gemeinde. „Heute haben wir unseren Glauben ein bisschen erneuert, denn das Kreuz gehört bei uns im Wald herinnen einfach dazu.“ Er erinnerte an den desolaten Zustand der Kreuze, die eine Gefahr für die vorbeigehenden Wanderer darstellten. Seine Dankesworte richteten sich an die Kreuzträger und vor allem an die großzügigen Spender der Kreuze, Hermann und Anneliese Zapf. Hergestellt wurden die massiven 18-er-Kanthölzer von der Zimmerei Max Aschenbrenner („Gol“) aus Schrenkenthal, wobei das erforderliche Holz von Holz Falter aus Drachselsried stammt. Die Blechtafeln mit Jesus und den beiden Schächern erfuhren durch die begabte Haibühler Hobbymalerin Gerlinde Traurig eine kunstvolle Auffrischung. Nach Rücksprache mit Fachleuten wurden die Bildnisse erst gereinigt, grundiert und dann mit Lackfarbe (die Goldfarbe des Christus stammt vom Steinmetzbetrieb Stocker in Lam) aufgefrischt. Ein weiterer Dank ging an Josef und Marianne Huber aus Haibühl, die sich seit Jahren um den Erhalt der Kreuzwegstationen sorgen. Das vom „Kolmsteiner Hof“ angebotene Fisch- und Bratherings-Essen für die hungrigen Bittgeher wurde gut angenommen.



Geschichtlicher Hintergrund:

  • Ursprünglich standen die drei Holzkreuze an der Eingangsseite des Gotteshauses, wurden dann im Zuge des Erweiterungsbaues jedoch umgesiedelt.                                                                                  
  • Im Jahr 1906 ließ man erstmals auf der Höhe eine Kreuzigungsgruppe aufstellen, unmittelbar neben der Flurkapelle. Im Herbst 1925 fiel diese Gruppe einem Sturm zum Opfer.                                                   
  • Klara Wartner ließ am 30. April 1926 neben der Flurkapelle eine neue errichten. Sie bestand wiederum aus drei hohen Holzkreuzen, versehen mit formgerecht zugeschnittenen Blechen, die vom Stoiber-Maler in Haibühl bemalt worden waren. Sie stellen Jesus dar und darunter seine Mutter, sowie die beiden Schächer.                          
  • Die feierliche Einweihung der Kreuzigungsgruppe unter Anteilnahme von vielen Hunderten von Gläubigen erfolgte am 27. Juni 1926.                                                                                                                               
  • Nach Fertigstellung der neuen Kapelle und nach Übertragung des Gnadenbildes in dieselbe wurde die alte Flurkapelle am Waldsteig abgebrochen, die Kreuzigungsgruppe verlagert.                                                           
  • Nach Umfallen dieser wurde 1975/76 eine neue errichtet. Die alten Blechtafeln wurden teilweise wiederverwendet. Bemalt hat diese der Kötztinger Restaurator Robert Voithenleitner.                        
  • Am 1. August 1975 wurde die drei Kreuze wieder aufgestellt, davor eine Grünanlage angelegt und zwei Ruhebänke verankert. Am 1. Mai 1976 weihte der Haibühler Pfarrer Max Heitzer diese Kreuzigungsgruppe.                                                                                  
  • Die Kolmsteiner Kreuzigungsgruppe besteht aus vier Figuren. Die zentrale Person in der Mitte des Monuments ist der ans Kreuz geschlagene, gestorbene Christus. Sein mit Dornen gekröntes Haupt ist leicht nach rechts gebeugt. Blut rinnt aus der Wunde an seiner Seite.                                                                                         
  • Neben Jesus am Kreuze sieht man die beiden ebenfalls durch Kreuzigung hingerichteten Schächer Dismas (der gute) und Gesmas (der schlechte).                                                                               
  • Unter dem gekreuzigten Christus steht seine Mutter Maria. Das Herz Mariens ist von einem Schwert durchbohrt. Biblische Grundlage für die „Mater Dolorosa“ (lateinisch für „schmerzensreiche Mutter“) ist vor allem das Seherwort Simeons an Maria bei der Darstellung des Herrn im Tempel (Mariä Lichtmess): „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (LK 2,35)


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Bilder u. Bericht: Regina Pfeffer






Das große Aufräumen in Arrach


Saubere Fluren und Auen durch 35 junge Helferinnen und Helfer bei der Rama-Dama-Aktion  – verlorene Scheckkarten gehen an den Besitzer zurück


Frühjahrsputz in der Gemeinde Arrach: 35 Kinder, Jugendliche und Erwachsene schwärmten bei herrlichem Vorfrühlingswetter in alle Himmelsrichtungen aus, um den Müll an den Straßenrändern und Wegen in und rund um Arrach aufzusammeln. Die jüngsten Helfer waren dabei Franziska (Enkelin von Bürgermeister Sepp Schmid) und Felix (Sohn von Organisator Andreas Lohberger), beide erst vier Jahre jung. Hund Bruno entpuppte sich dabei als kundiger „Pfandflaschen-Spürhund“ mit großer Ausbeute.


Dabei brachten die kleinen und großen Saubermänner neben dem üblichen Unrat (Zigarettenschachteln, Regenschirme, Schnapsflaschen, Autoreifen, Radkappen, Folien, Traktor- und Autoteile sowie Einwegverpackungen einschlägiger Fast-Food-Restaurants) auch einige kuriose Fundstücke zu Tage. In die Kategorie „Gestohlen und wiedergefunden“ gehörte auch der wichtige Inhalt eines Geldbeutels, nämlich eine Serie von Scheckkarten, die nun an den eigentlichen Besitzer zurückgegeben werden können. Langfinger hatten sich zwar scheinbar das Geld gekrallt, die wertvollen Ausweisdokumente aber drin gelassen. „Vermutlich aus dem Fenster geworfen“, schätzt Johannes Altmann von der FFW Haibühl-Ottenzell.                                                                                             

Veranstalter waren die beiden Jugendfeuerwehren der Kommune mit ihren verantwortlichen Jugendwarten Andreas Lohberger und Michael Kraus sowie Kommandant Matthias Schmid (Arrach), Kommandant Johannes Altmann und Vize-Vorsitzender Bernhard Moser (Haibühl), die auch die Helfergruppen einteilten. Wie schon in den Vorjahren kamen die Helfer lediglich aus den Reihen der Floriansjünger und der Helfer-vor-Ort. Bei der Flurreinigungsaktion waren auch fünf junge Damen ohne Vereinszugehörigkeit zugegen, unterstützt vom Jugendbeauftragten der Gemeinde, Daniel Schmid.                                                                                                                                                                             Über 30 Säcke voller Unrat waren die Ausbeute des Aufräumtages. Brennpunkte waren vor allem die Parkplätze (z. B. am Skigebiet Eck) und die Staatsstraßen. Grund dafür sei ein Gesellschaftswandel: Stichwort Wegwerfgesellschaft. „Wir werden immer leichtlebiger. Was früher noch in den Papierkorb gewandert ist, fliegt heute aus dem Autofenster“, meinte Sepp Schmid. Insgesamt konnte aber dennoch festgestellt werden, dass der Müll, welcher von unvernünftigen Menschen einfach in der Natur entsorgt wird, nachlässt.                                                                                                                                       

Einig sind sich aber alle Organisatoren über die Umweltverantwortung und dass der Frühjahrsputz absolut notwendig ist. „Nicht nur, weil der Abfall wegkommt, sondern auch, weil die jungen Bürger sich treffen und zum Gemeinwohl zusammenarbeiten.“ Belohnt wurden die fleißigen Helfer schließlich mit einem von der Gemeinde gesponserten Mittagessen im Haibühler Gerätehaus, nachdem sich Bürgermeister Sepp Schmid ausdrücklich bei ihnen für das außergewöhnliche Engagement bedankte. 


Bild u. Bericht: Regina Pfeffer






Lust auf Besuch?

Kolumbianische Austauschschüler suchen Gastfamilien!


Die Austauschschüler der Andenschule Bogota (Kolumbien) wollen gerne einmal den Verlauf von Jahreszeiten erleben. Dazu sucht das Humboldteum deutsche Familien, die offen sind, einen südamerikanischen Jugendlichen (15 bis 17 Jahre alt) als Kind auf Zeit aufzunehmen.

Spannend ist es, mit und durch das „Kind auf Zeit“ den eigenen Alltag neu zu erleben und gleichzeitig ein Fenster zu Shakiras fantastischem Heimatland aufzustoßen. Wer erinnert sich nicht an ihren Fußball-WM-Hit „Waka Waka“? Erfahren Sie aus erster Hand, dass das Bild das wir von Kolumbien haben nichts mit der Wirklichkeit dieses sanften Landes zu tun hat.

Die kolumbianischen Jugendlichen lernen schon mehrere Jahre Deutsch als Fremdsprache, so dass eine Grundkommunikation gewährleistet ist. Ihr potentielles kolumbianisches Kind auf Zeit ist schulpflichtig und soll die nächstliegende Schule zu Ihrer Wohnung besuchen. Der Aufenthalt bei Ihnen ist gedacht von Samstag, den 29. April 2017 bis Samstag, den 15. Juli 2017.

Wer Kolumbien kennen lernen möchte ist zu einem Gegenbesuch an der Andenschule Bogotá herzlich willkommen. Für Fragen und weitergehende Infos kontaktieren Sie bitte die internationale Servicestelle für Auslandsschulen: Humboldteum – Verein für Bildung und Kulturdialog, Geschäftsstelle, Königstraße 20, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-22 21 401, Fax 0711-22 21 402, e-mail: ute.borger@humboldteum.com, www.humboldteum.com


 

© Humboldteum e.V.





Wohnraum fördern in Bayern

Neue Broschüre des Bayer. Staatsministeriums des Innern, für Bau u. Verkehr


Die Broschüre stellt verschiedene bayerische Förderangebote kompakt dar

  • Neubau u. Modernisierung sozialer Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern durch zinsgünstige Baudarlehen und ergänzende Zuschüsse
  • bezahlbare Monatsmieten durch Zuschüsse an Mieterinnen und Mieter
  • behindertengerechte Anpassung von bestehendem Eigen- und Mietwohnraum durch leistungsfreie Baudarlehen
  • Bau oder Kauf von Eigenwohnraum durch zinsgünstige Baudarlehen und Kinderzuschüsse
  • bezahlbarer Wohnraum für Studierende durch zins- und tilgungsfreie Baudarlehen gegen Mietpreisbindung
  • stationäre Wohnplätze für Menschen mit Behinderung mit bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten


Die Broschüre liegt im Rathaus der Gemeinde Arrach aus, und kann außerdem unter www.bestellen.bayern.de (Stichwort "Wohnraum") angefordert werden.






Neue Gesichter in Rathaus und Tourist-Info                


Frauenpower in der Gemeinde Arrach – ein gut zusammenarbeitendes Team zum Wohle der Bürger


50 Prozent Frauenquote – in welchen Behörden wohl diese hohe Repräsentanz von Frauen erfüllt wird? In der Gemeinde Arrach sind seit Jahresbeginn die Hälfte der Ämter weiblich besetzt. Das neue Jahr 2017 ist geprägt von personellen Veränderungen in Gemeindeverwaltung und Tourist-Info. Eine gravierende Personalumstrukturierung hat zur Folge, dass auf den sechs Personalstellen im Rathaus nun drei neue Gesichter zu sehen sind.


Zum Jahresanfang 2017 hat die 39-jährige Verwaltungsfachangestellte Tanja Altmann ihre neue Stelle als Geschäftsleiterin angetreten. Die Arracherin und Mutter zweier Buben absolvierte von 1994 bis 1997 in Arrach ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten (Fachrichtung allgemeine innere Verwaltung des Freistaates Bayern und der Kommunalverwaltung) in Arrach. Von 1997 bis 2011 war sie in der Gemeinde Arnschwang tätig, u. a. als stv. Geschäftsleitung und Leitung des Standesamtes. Die Rückkehr in ihren Heimatort erfolgte im Juni 2011. Seitdem war sie als Leiterin des Bauamtes zuständig für Bauleitplanung, Herstellungs- und Erschließungsbeiträge, Liegenschaftsverwaltung, Straßen- Wege- und Verkehrsrecht sowie stv. Standesbeamtin. Als neue Geschäftsleiterin untersteht ihr nun die Kämmerei, Personalwesen, Liegenschaftsverwaltung, Satzungs- Verordnungs- und Vertragsrecht sowie die Funktion als stv. Standesbeamtin. Ihre Hobbies sind ihre beiden Kinder Julian und Hannes sowie der Garten. Besonders gerne bäckt und kocht sie für ihre Kollegen.      

                                                       

Als ausgebildete Bürokauffrau war Heidi Geiger bereits von 2013 bis 2016 als Verwaltungsangestellte in der Tourist-Info Arrach tätig. Im Juli 2016 wechselte die Mutter zweier Töchter zur Gemeindeverwaltung und wurde als Nachfolgerin von Margarete Dischler vor allem in den Bereich Einwohnermeldeamt (EWO) eingearbeitet. Seit dem 1. Januar 2017 ist die 42-jährige mit allen Belangen des Bauamtes sowie den Wahlen betraut. In ihrer Freizeit kann sie sich für Pferde begeistern.                                                                                                                                                                 

Weiter ergänzt die 21-jährige Magdalena Eckl das Team um Bürgermeister Sepp Schmid. Als ausgebildete Finanzwirtin war sie von 2014 bis 2015 beim Finanzamt München als Steuersekretärin tätig und absolvierte anschließend das Fachabitur an der BOS Cham. Seit Oktober 2016 ist die passionierte Pferdenärrin und Springreiterin im Arracher Rathaus beschäftigt. Ihr Zuständigkeitsbereich ist das EWO, Pass- und Ausweiswesen, Abfallentsorgung und Rentenangelegenheiten. Die komplexe Einarbeitung war nur möglich, weil ihre Vorgängerin Margarete Dischler kulanter Weise freiwillig auf ihren gesetzlichen Renteneintritt verzichtete und noch drei Monate zusätzlich tätig war. Derzeit ist Dischler in Urlaub, bevor sie am 1. April tatsächlich in den Ruhestand verabschiedet wird.                                                                                                                

Auch Tourist-Info-Leiter Stephan Frisch freut sich über seine neue Kollegin Maria Meindl, die als Teilzeitkraft seit dem 10. Oktober 2016 für die Betreuung der Urlaubsgäste tätig ist und Mitarbeiterin Heidi Hupf unterstützt. Die perfekten Voraussetzungen für einen freundlichen Umgang mit den Gästen konnte sich die 49-jährige Arracherin bei ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau und als Empfangskraft einer physikalischen Praxis aneignen.                                                                                                                                         

Bürgermeister Sepp Schmid ist sehr zufrieden mit seinen neuen Mitarbeiterinnen. „Wir haben ein Team, das sehr gut zusammenpasst und pflegen ein hervorragendes Betriebsklima.“ Auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten wird zusammen etwas unternommen (Kegelabende, Ausflüge usw.). Von den kompetenten und hochmotivierten Angestellten profitiert auch jeder Gemeindebürger. Durch die umfassenden Aus- und Weiterbildungen, die absolviert wurden und werden, kann jeder Mitarbeiter bei Personalengpässen auch jede andere Stelle besetzen. „Bei uns wird Weiterbildung großgeschrieben. Man darf in dieser schnelllebigen Zeit nicht stehenbleiben, sondern muss immer das neuste Fachwissen und frisches Know-how parat haben“, so der Rathauschef. Bereitwillig gehen die Angestellten auf dieses großzügige Angebot ein. So qualifiziert sich derzeit Verwaltungsangestellter Tobias Pfeffer mit dem Angestelltenlehrgang II weiter zum Verwaltungsfachwirt.


Bild u. Bericht: Regina Pfeffer

 

 

 


 

Gewerbegebiet ist erschlossen     


Erschließungsstraße und Abbiegespur des Gewerbegebietes Arrach-Mitte wurden geteert – Gemeinde wartet auf Bauwillige


Eifrige Bautätigkeit im neuen Gewerbegebiet in Arrach. Lastwagen mit dampfendem Teer wechseln sich in rascher Folge ab, um den Fertiger zu beliefern. Schwerstarbeit für die Beschäftigten der Baufirma Schönberger Chamerau und vor allem für die Teerkolonne des Bauunternehmens Josef Rädlinger. Bürgermeister Sepp Schmid verschuf sich bei einem Ortstermin einen Eindruck vom Geschehen. Als Verantwortliche standen ihm die beiden Poliere Sepp Raab (Baufirma Schönberger) und Albert Sixt (Teerkolonne Rädlinger) mit ihrem Fachwissen Rede und Antwort.


Für die derzeit laufende Teermaßnahme der Erschließungsstraße des Gewerbeparks Arrach (Abschnitt 1 und 2) wurde die Staatsstraße 2138 eigens gesperrt. Der dritte Abschnitt, also die Feinschicht, soll erst erstellt werden, wenn der geplante REWE-Markt errichtet, der alte Wertstoffhof rückgebaut und von der Gemeinde ein neuer Wertstoffhof auf dem neu angekauften Gelände gebaut ist. „Um den Straßenbelag zu schonen.“ Die Abbiegespur an der Staatsstraße wurde komplett mit zweilagigem Unterbau und Feinschicht geteert.


„Verbaut wurden bisher 800 000 Euro.“, ließ Bürgermeister Sepp Schmid beim Ortstermin wissen. Kosten, die sich aus der Teermaßnahme, Ausgleichsflächen-Ankauf, Pumpwerk AZV, Rückhaltebecken, Bewässerung im Vorfluter sowie diverse zusätzliche Gutachten in nicht unerheblicher Höhe zusammensetzen. Für einen eventuellen Hochwasser-Fall ist eine absolut sichere Entlastung gegeben, da sämtliche, einst zugewachsene und verlandete Durchlässe durchgängig gemacht wurden. Zusätzlich wurde ein weiterer großer Durchlass geschaffen in der Dimension DN 1200. Alle Durchlässe werden durch die Gemeinde gewartet und unterhalten, so der Rathauschef. Mittels eines zentralen Sedimentationsbeckens wird das anfallende Oberflächenwasser gereinigt, bevor es in den Vorfluter (Weißer Regen) gerät.


Beim Kanalsystem handelt es sich um ein Trenn-System. Fäkalienhaltige Abwässer werden mittels Pumpstation über den Kanal in die Kläranlage gepumpt. Das Dachflächenwasser und anfallende Oberflächenwasser geht über das Sedimentationsbecken in den Weißen Regen. „Es liegen umfangreiche Gutachten vor, dass das Gewerbegebiet nicht in den Bereich eines HQ 100 (100-jähriges Hochwasser) fällt.“, so Schmid. Alle Gutachten dafür wurden von den zuständigen Fachstellen erstellt (Wasserwirtschaftsamt u. a.). Die Berechnungen des Ingenieurbüros decken sich zu fast 100 Prozent mit dem Hochwasser-Risiko-Management-Plan der Bayerischen Staatsregierung und können von jedermann auf den einschlägigen Internet-Seiten der Regierung eingesehen werden. Mit den Arbeiten liegt man gut im Zeitplan. Sepp Schmid ist mehr als zufrieden mit der ausführenden Baufirma Schönberger. „Die haben gute Arbeit abgeliefert.“ Bis Freitag soll die Straße endgültig für den Verkehr wieder freigegeben werden. Was dann noch fehlt, ist das Aufstellen erster Hinweistafeln sowie die Fahrbahnmarkierung. Nach Abschluss der Asphaltierungsarbeiten werden noch geringe Restarbeiten wie Bankett-Aufschüttung, Herstellen der Böschungen, Humusierungs-Arbeiten usw. erledigt. „Dann ist die Baustelle für heuer abgeschlossen, die Straße braucht nicht mehr gesperrt werden.“ Die Gemeinde wartet dann auf die ersten Bauwilligen. Es sei ausreichend Fläche vorhanden, so der Bürgermeister. „Wir können jeden Wunsch der Bauherren erfüllen.“




















Bild u. Bericht: Regina Pfeffer

 

 



Datenturbo für rund 900 Haushalte in Arrach        


Gemeinde Arrach gerüstet für die digitale Zukunft – eigenwirtschaftlicher Ausbau der Telekom ohne Gemeindemittel


Bürger erwarteten heutzutage von ihrer Gemeinde nicht nur sauberes Wasser, gesunde Luft und Telefon, sondern auch schnelles Internet. Nun hat die Telekom den Datenturbo in der Gemeinde Arrach zugeschaltet. In den Ortsteilen Arrach, Drittenzell, Haibühl, Ottenzell und Stadlern stehen jetzt bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Davon profitieren rund 900 Haushalte. Mit dieser erfreulichen Tatsache, die zur Steigerung der Attraktivität der Gemeinde beiträgt, warteten die drei Vertriebsmitarbeiter der Telekom Deutschland GmbH, Wilhelm Köckeis, Harald Albert und Jürgen Weiß auf, die zum offiziellen Pressetermin in das Rathaus gekommen waren.                              


Nach dem Ausbau auf DSL 16 000 im Jahre 2009 geht die Gemeinde Arrach nun Richtung Turbo-Datenautobahn. Gemeinsam mit der Telekom – schon 2009 ein zuverlässiger Partner – konnte nun der nächste Schritt zum schnellen Breitbandausbau in Arrach realisiert werden. Bürgermeister Sepp Schmid freute sich mitteilen zu können, dass nun bis zu 100 mbit/s (je nach Standort und Entfernung zum nächsten DSLAM) den Bürgern zur Verfügung stehen. „Ein wichtiger Standortfaktor sowohl für Gewerbe, Tourismus als auch für Privatleute. Wir danken der Telekom für die hervorragende Zusammenarbeit.“ Bemerkenswert fand er auch, dass die jetzt vorhandenen Bandbreiten ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde über den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekom realisiert werden konnten. „Der Restausbau bis hin zum entferntesten Weiler erfolgt mit Fördermitteln durch das Bayerische Förderprogramm nach der Übergabe des Förderbescheides. Somit hat die Gemeinde wieder einmal ihre Hausaufgabe gemacht“, sagt Schmid, der mit dem schnellen Internet ein weiteres Wahlkampfversprechen einlöste.                        


Das Warten habe sich gelohnt, meinte auch Regio-Manager Harald Albert, denn ab sofort könnten alle die schnellen Internetanschlüsse online (www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland), telefonisch (kostenfreie Hotline 0800 330 1000) oder im regionalen Fachhandel buchen. „Eine moderne digitale Infrastruktur ist ein Standortvorteil – für die gesamte Gemeinde, aber auch für jede einzelne Immobilie.“ Wilhelm Köckeis ging näher auf die technischen Aspekte ein. Die höheren Geschwindigkeiten würden durch den Einsatz der Vectoring-Technik möglich. „Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Das Kupfer führt vom Multifunktionsgehäuse, dem großen grauen Kasten am Straßenrand, in die Wohnung der Kunden.“ Vectoring ist wie ein doppelter Espresso fürs Kupferkabel: Beim Herunterladen erhöhe sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von zehn auf bis zu 40 Mbit/s. „Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet.“                    


Die Telekom setzt beim Netzaufbau auf einen Technologiemix aus Festnetz und Mobilfunk. So bietet sie beispielsweise einen Hybrid-Router an, der Bandbreite aus beiden Netzen bündelt. Das Ziel: der Kunde soll immer und überall die bestmögliche Verbindung erhalten. Daher wird bis Ende 2016 die Zahl der VDSL-fähigen Haushalte von 12 auf 24 Millionen erhöht. Bis Ende 2018 werden 95 Prozent der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s nutzen können. Im gleichen Zeitraum wird das Festnetz auf dem Internet Protokoll laufen und damit noch mehr Sicherheit und Komfort für die Kunden bieten. Vom Breitbandausbau der Telekom profitieren nicht nur Gewerbetreibende und Großkunden, sondern auch die Kunden anderer Anbieter, wenn der Anbieter entsprechende Kapazitäten bei der Telekom einkauft.


Bild u. Bericht: Regina Pfeffer

Die verantwortlichen Mitarbeiter der Telekom sowie 1. Bürgermeister Sepp Schmid und Geschäftsleiter Alois Schneck sind stolz auf den neuesten Datenturbo (von links)


 

 

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